
















































Aufbauend auf einer rechteckigen Stahlbetonplatte (ca. 44x17m) und den darin eingespannten sechs Stahlbetonfertigteilstützen wurde ein Volumen aus Holzträgern, -wänden und –decken für die Nutzung von Ausstellung, Produktion und Lager sowie Büro geplant und errichtet. Somit wurde bis auf die massive Basis das gesamte Objekt mit dem Werkstoff Holz gebaut.
Dieser Werkstoff Holz wird im Inneren - abgedeckt durch eine weißdurchscheinende Lasur - sichtbar gezeigt und in Kontrast zu den Einbauten bzw. Aufbauten wie Bodenbelegen, Holzgeländern, Zwischenwänden und den Ausstellungsstücken bzw. dem Mobiliar gesetzt.
Eingehüllt wird das Objekt ost-, nord- und westseitig durch eine schwarze Eternit-Fassade bzw. durch eine schwarze Dach-PVC-Folie. Die Südseite wurde mit einer Putzfassade gestaltet und setzt sich als Akzentuierung dieser Seite als das den Baukörper einfassendes und auskragendes Vordach bis hin zum Eingang formal fort.
Diese formale Akzentuierung wird durch verschieden zueinander geneigte Flächen der Außenhülle wechselseitig in Bezug gebracht. Genauso wird dieser wechselseitige Bezug unmittelbar sichtbar auch in das Innere des Gebäudes getragen.
Die Sichtbarkeit dieser innen daraus resultierenden Räumlichkeit wird noch unterstrichen und verstärkt durch die unterschiedlich nach oben zurückversetzten Geschoße und ergänzt durch ungewöhnliche, jedoch bewusst gesetzte Tageslichtöffnungen, die über den Tagesverlauf interessante und unterschiedliche Lichtstimmungen ergeben.
Damit wird ein baukünstlerischer Akzent neben der Autobahn in einem städtebaulichen Umfeld, welches vordergründig nicht unbedingt dafür geschaffen ist, mit der landschaftlichen Topographie der von diesem Standort aus sichtbaren Bezüge (Karawanken, Saualm bzw. direkte Umgebung), in Verbindung gebracht.
Dennoch scheint es ob des Standortes sinnvoll zu sein, eine ursprünglich einfache Funktion wie Büro, Ausstellung, Lager und Montage zu einem formal blickfangenden Objekt zu entwickeln, welches außen die Form eines schwarzen Diamanten vermuten lässt, und damit das Ziel des Unternehmens, eine werbewirksame Form zu verwirklichen, gestalterisch zum Ausdruck zu bringen.
Die präzise Verarbeitung des Werkstoffes Holz mit den unterschiedlich zueinander geneigten Flächen hat zu einer kurzen Bauzeit und finanziell zu einem vernünftigen Ergebnis geführt. Mit dem Einsatz des Werkstoffes Holz kann der Umweltschutz als sehr positiv betrachtet werden.
Eine Umsetzung solch eines Projektes bedarf der Inspiration des Bauherrn, der die Vorgaben für die Umsetzung gibt, es bedarf der Inspiration des Architekten, der die Umsetzung in funktionaler, formaler und finanzieller Möglichkeiten auszuloten versteht und den ausführenden Firmen, die die ersten beiden genannten Grundlagen zu einer baulichen Realität werden lassen.
zu sehen: Fotos, Plandarstellungen (EG, OG1, OG2, Dachdraufsicht) und Schaubilder